Editor's Diary Reiseblog

Wenn einem die Decke auf den Kopf fällt

Mai 20, 2016
Heimat

Mehrere Monate nicht das Meer gesehen, die Flipflops kommen allemal im Schwimmbad zum Einsatz und die blühenden Kastanien sind vertrauter als exotische Palmen, die in den Himmel ragen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Mir geht es momentan so. Auch wenn es ein schöner Grund ist, warum ich mich derzeit auf meine Comfort Zone beschränke, steigt das Fernweh doch ins Unermessliche. Was also tun, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt

Spontan wegfliegen oder…?

Das beste Mittel, wenn man eine Auszeit und ein wenig Abwechslung von zu Hause braucht, ist es sicherlich, spontan in den Flieger zu steigen. So hat es beispielsweise unsere Autorin Patricia Jane vor ein paar Monaten gemacht (ihren Blogbeitrag „Einfach mal weg aus Deutschland“ lesen Sie hier). Leider ist ein spontaner Trip in die Sonne wie dieser nicht immer möglich. Es gibt gute Gründe, die selbst Travel-Addicts in Deutschland halten, manchmal monatelang. Manchmal liegt es am Job und wichtigen Terminen, manchmal sind es Familie und Freunde, die man gerade in dem Moment nicht alleine lassen kann und will. Oft fehlt schlichtweg die Zeit für einen ausgedehnten Urlaub oder aber die Gesundheit lässt es nicht zu.

Was auch immer es bei Ihnen ist – es gibt viele Wege, dass einem die Decke nicht sofort auf den Kopf fällt. Die besten, die mir während der vergangenen Monate geholfen haben, mein Fernweh so gering wie möglich zu halten, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

Mit Kurztrips vom Alltag abschalten

Viele von uns kennen Thailand oder die spanischen Inseln besser als das eigene Land. Dabei hat Deutschland zu jeder Jahreszeit viel zu bieten, vom Sommer in der Hauptstadt über Indian Summer in den Weinregionen bis hin zu Skiurlaub in den Alpen. Je nachdem, wo genau Sie leben, lassen sich diese Ziele auch bei einem Wochenendtrip ansteuern. Das Motto lautet entweder „Metropolen-Sightseeing“ oder „Raus in die Natur“. Wenn Sie etwa über den Wannsee segeln, sich ans Rheinufer setzen (Düsseldorfs Rheinuferpromenade sehen Sie oben im Bild) oder Weine an der Mosel verkosten, kommt augenblickliches Urlaubsfeeling auf.

Unterwegs in der eigenen Stadt

Selbst im Umkreis von wenigen Kilometern, nämlich in der eigenen Stadt, gilt es viel zu entdecken. Wetten, Sie kennen noch nicht alle Plätze, die in Reiseartikeln über Ihre Heimat beworben werden – zum Beispiel das Stadtmuseum, den Fernsehturm oder die kürzlich eröffnete Szenebar? Ihr Vorteil ist es definitiv, dass Sie die besten Cafés, Restaurants und Plätze in der Natur schon kennen, auf Geheimtipps zurückgreifen können und vielleicht auch die eine oder andere Stammlokalität haben, wo Sie sich einfach wohlfühlen. Also nichts wie raus aus den eigenen vier Wänden und die eigene Umgebung erkunden!

In Reiseerinnerungen schwelgen

In Erinnerungen schwelgen kann so schön sein! Vor allem, wenn es um Erinnerungen an eine wunderbare Reise geht. Durchforsten Sie alte Fotos, basteln Sie eine Diashow oder ein Fotobuch daraus, lassen Sie sie als Postkarten ausbelichten oder hängen Sie Ihren Traumstrand als großformatigen Druck an die Wand. Ebenfalls für Urlaubsflair sorgt entsprechendes Interior daheim, das an Sonne, Strand und Meer erinnert. Am schnellsten pimpen Sie Ihr Zuhause mit Hilfe von Accessoires auf Urlaub. Stellen Sie beispielsweise Windlichter auf, dekorieren Sie Vasen mit Sand und Muscheln oder streichen Sie Ihre Holzkommode in karibischem Türkis. Souvenirs wie marokkanische Kissen, chinesische Vasen oder südafrikanische Kunst – ob es sich nun um echte Mitbringsel oder um Stücke aus dem heimischen Möbelgeschäft handelt – machen Ihre Traumreise wieder allgegenwärtig.

In die Zukunft blicken – Travel Bucket List

Vorfreude ist sprichwörtlich die schönste Freude und manchmal ist an diesem Spruch sicher etwas dran. So können Sie die Zeit, in der Reisen von Ihrem Terminkalender gestrichen sind, für die ausgiebige Urlaubsplanung nutzen. Als Reiseblogger lerne ich Urlaubsdestinationen durchs Schreiben und Recherchieren oft genauso gut kennen wie wenn ich wirklich hinfliegen würde. Während ich den jeweiligen Blogpost erstelle, tauche ich ab und danach fühlt es sich an, als würde ich von einer Reise wiederkommen. So war es bei den Galapagos-Inseln, Mexiko und Neuseeland, alles Plätze, wo ich im realen Leben leider noch nie war. Genauso verhält es sich, wenn man Reisekataloge, Bildbände und Blogs auf der Suche nach dem nächsten Traumziel durchforstet. Suchen Sie nach Ihrem Traumhotel, den besten Ausflüge und Bars am Ort Ihrer Wahl oder stöbern Sie auf Pinterest – eine tolle Inspirationsquelle und die einzige Social Media-Plattform, auf der ich Stunden verbringen kann, ohne dass es langweilig wird (zu unserem Account geht es hier). Und wenn Sie sich nicht entscheiden können, dann lassen Sie sich doch von den Travel Bucket Lists unserer Autorinnen Anna-Sophie und Patricia Jane inspirieren. Denn der nächste Urlaub kommt bestimmt!

Foto: I ♥ Travelling

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